Antoine Benoit
 
Antoine Benoit wurde hineingeboren in eine allteingesessene Familie von Meisterglasmachern aus Nancy im Osten Frankreichs, die über mehrere Generationen ihre Tradition der.
Glasmacherkunst bewahrte und kultivierte. Seit 1952 folgte der Künstler dieser Tradition. Er ist Mitglied der Société des Auteurs dans les Arts Plastiques et Graphiques ADAGP. Das von ihm entwickelte Verfahren ermoglicht, organisches transparentes und farbiges Glas ohne Bleieinfassung und ohne Verwendung von Klebstoffen miteinander zu verbinden.
 
  Farbige Glasarbeiten

 
 

Credo
CREDO
Antoine Benoit folgt seit 50 Jahren seinem Traum: Seine Malerei möge doch singen und vibrieren, durch viele transparente Farbschichten hindurch leuchten, ohne
Beeinträchtigung durch Rahmen und Verstärkungen. Um dieses zu erreichen, führte der Künstler diesen Gedanken zu Ende, indem er ganz einfach Licht in seine Glaskunst integrierte.

TECHNIK
Nur transparentes, leichtes und unzerbrechliches ophthalmisches Glas findet in seinen Werken Verwendung. Die Farbgebung wird durch Oxide erreicht, die eine aussergewöhnlich hohe Transparenz gewährleisten, sowie den Eindruck einer räumlichen Tiefe vermitteln. Letztere wird zusätzlich erreicht durch das Aufbringen mehrerer durch hohe Temperaturen verbundener Glasschichten, die Lasuren hervorscheinen lassen und somit eine optische Täuschung bewirken. Dennoch
entspricht die Aussage des Werkes der Wirklichkeit.

Im Jahre 1994, nach 40 Jahren Forschung, erhielt der Künstler sein Patent "Vitrail sans plomb, sans ciment et sans collage du verre" (Glas ohne Bleirahmung, ohne Zement-Fixierung und ohne Verwendung von Klebstoffen); dieses Verfahren eröffnete ein neues Kapitel in der Herstellung von Glas, das Schutz vor Vandalismus, Hagelschlag, Temperaturschwankungen und Aussengeräuschen bot.


Glas in der Architektur
Die ins Glas integrierte Malerei kann ebenso wie andere Gemälde Wande schmücken mit Hintergrundbeleuchtung oder als integrierte Glasscheibe oder Trennwand.
Der Künstler hat seit dem Jahre 1952 unzählige Fenster an Sakralbauten in Frankreich und für auslandische Auftraggeber geschaffen, ebenso auch für öffentliche Gebäude im In- und Ausland.

Als er für die Kirche von Bouzy in der Champagne (Frankreich) Kirchenfenster von 4,50 m Höhe in einem einzigen Stück schuf, so war das eine Weltpremière!

Zusammen mit den Cristalleries de Baccarat entwickelte der Künstler Platten und Mosaïken, mit welchen für Raymond Loewy die Fassade eines Gebäudes in Mexiko bestückt wurde.
Er arbeitete u.a. zusammen mit Le Corbusier, Mies v.d.Rohe und Renzo Piano.